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Geschichte ab 1910
1.Weltkrieg bis 1918

Geschichte

Bis zum 1.Weltkrieg erlebte die Eisenbahn in ganz Deutschland einen immensen Aufschwung. Der Augsburger Bahnhof befand sich zu dieser Zeit in einem beklagenswerten Zustand; so berichtet ein Passagier von „lebensgefährlichen“ Zuständen in den Bahnhofsanlagen. Um auf den Zug zu warten gab es für die Passagiere drei verschiedene Warteräume, streng nach Klassen getrennt.


Um den gestiegenen Bedürfnissen gerecht zu werden musste der Bahnhof vergrößert werden. So wurden 1896 erstmals Neubaupläne vorgelegt, und 1912 erstmals Umbauten durchdiskutiert und wieder verworfen. Fast jährlich wurden aufgrund von Klagen der Öffentlichkeit und Kommune Sanierungspläne und Neubaumaßnahmen, von Toiletten, überdachten Gleissteigen und neuen Warteräumen von der Bahnhofsdirektion aufgrund Geldmangels abgelehnt, bis erst 1930 das nötige Geld zur Verfügung stand um einen Umbau durchzuführen. Die bis dahin entstandenen, kleineren Reparationen und Umbauten verbesserten den beklagenswerten Zustand kaum. Ab 1914 und während des gesamten 1. Weltkrieges wurde der Bahnhof überwiegend zum Transport von Kriegsgütern benutzt. Wegen der Aufrüstung war kaum Material für Reparaturen des Bahnhofs vorhanden. Dies führte zu einem starken Verschleiß der Bahnstrecken und des Bahnhofs.
demo-bahnhof 1918

 

Geschichte ab 1910
Bis zum 2.Weltkrieg

Die Bahn war in den beiden Weltkriegen das wichtigste Beförderungsmittel, sowohl für Menschen als auch für Güter. Nach Kriegsende mussten Züge 1918 als Reparationszahlungen an die Siegermächte übergeben werden, dies hatte zu Folge, dass der Bahnverkehr neu konzipiert wurde und neue Eisenbahnen gebaut werden mussten. Hinzu kamen mehrere Besitzerwechsel: Die bis dato Königlich Bayerische Eisenbahn wurde zur Freistaatlichen Bayrischen Staatseisenbahn. Am 1. April 1920 kam die Bahn in den Besitz der neugegründeten „Deutschen Reichsbahn“. Bereits ein Jahr später stellte „Augsburg den wichtigsten Verkehrsplatz Süddeutschlands“ dar. Eine damalige Neuerung war die Einrichtung einer telefonisch erreichbare Auskunftstelle - ein wichtiger Schritt im Bereich der zukunftsorientierten Serviceleistungen der Bahn. 1930, nach 36 Jahren Planung dieses Vorhabens wurde endlich der Umbau des Bahnhofs genehmigt. Die Eingangshalle wurde vergrößert und bot nun Platz für drei Läden und eine Schalterhalle, die 1941 noch durch Fresken verschönert wurde4. Hinzu kamen noch weitere, kleinere Veränderungen. In den Jahren 1936 und 1937 besuchte der damalige Führer und Reichskanzler Adolf Hitler Augsburg und wurde von den örtliches Machthabern (Gau-Leiter Konrad Wahl)am Bahnhof mit grossem Pomp empfangen. Der Bahnhof wurde so zur Machtdemonstration des NS-Terrorregimes.

Im Sommerfahrplan 1939 verkehrten regelmäßig 87 Fernzüge pro Tag über den Hauptbahnhof.

Geschichte ab 1910
Im 2.Weltkrieg

In der ersten Phase des 2. Weltkrieges (bis 1942) verlief der Eisenbahnverkehr noch einigermaßen normal. Später waren Materialtransporte, Truppentransporte und Deportationen an der Tagesordnung. Trotz erheblicher Zerstörungen durch Bombenangriffe war die Bahn immer wieder sehr schnell betriebsfähig. Dies erforderte einen großen Einsatz der Bahnarbeiter. KZ-Häftlinge wurden zur Entfernung von Bomben und Minen eingesetzt. Aus propagandistischen Gründen und zur Aufrechterhaltung des Wehrwillens war es verboten, Photos von militärischen und politischen Aktionen (z.B. Truppentransporte). Deportationen starteten hauptsächlich vom nahegelegenen Bahnhof Morellstraße aus in die besetzten Ostgebiete; nur einige Transporte nach Theresienstadt gingen vom Augsburger Bahnhof aus 5. Es ist nicht verwunderlich, dass Bildmaterialen zum Thema Bahnhof im 2. Weltkrieg kaum vorliegen. Ein Bombenangriff 1945 zerstörte erhebliche Teile des Augsburger Bahnhofs. Diese Schäden wurden aber sehr schnell behoben.


Zerstoerung Bahnhof Bild 1 am 1.3.1945


Zerstoerung Bahnhof Bild 2 am 1.3.1945

Geschichte ab 1910
ab 1945

So konnte nach Beendigung des 2. Weltkrieges am 22.5.1945 der reguläre Bahnbetrieb wieder aufgenommen werden (München, Garmisch) und wurde von der amerikanischen Besatzungsmacht reglementiert. 1953 begann ein weiterer Umbau der Bahnhofsvorhalle. Langsam wurde jetzt das Automobil Konkurrenz für die Bahn, sowohl im Güter- wie Personentransport. Treue Kunden liefen - nicht zuletzt aus Kostengründen mit fliegender Fahne - zum Automobil über. Wie anderen Bahndirektionen drohte auch der Augsburger eine Finanzkrise infolge rückläufiger Kundenzahlen. Die Bahn versuchte durch breitangelegte Rationalisierungsmaßnahmen, Streckenstilllegungen und Verbesserungen im Servicebereich dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Am 18.06.1955 richtete dann die Bundesbahn in 26 deutschen Städten, darunter auch Augsburg, eine Mietwagenvermittlung ein. Man konnte sich sogar von Fahrern direkt am Gleis abholen lassent. Anlässlich der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes zog man in Erwägung, einen Fußgängertunnel unter der Bahnhofstraße vor dem Hauptbahnhof zu bauen, um eine sichere Überquerungsmöglichkeit für die Bahnhofsbenutzer zu schaffen. Nach einer gründlichen Kosten-Nutzen-Analyse wurde dieses Projekt allerdings wieder verworfen.

Neuzeit

1982 begann der Bau eines Einkaufzentrums gegenüber des Bahnhofs, der Viktoriapassage. Beim Bau wurde darauf geachtet, einen klassischen Stil zu verwenden, der zum Bürkleinbau passte. Nach jahrelangen Debatten wurde 1983 endlich auch eine Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes genehmigt. Dadurch wurde versucht die Nahverkehrsanbindung zum Bahnhof durch Sonderspuren für Linienbusse und Straßenbahnen zu verbessern. Dieser Umbau blieb jedoch von geringem Nutzen, da sich der Verkehr zwischen Bahnhof und Stadtbergen weiterhin in der Viktoriastraße damals und auch heute noch sehr staut. Das heutige Bild des Bahnhofs wir bestimmt von einer Vielfalt von Geschäften. So das neu gebaute Fuggerstadt-Zentrum (1999) mit einer Fastfoodfiliale, einem Supermarkt, Kino, Bowlingcenter, Fitness - Studio, Solarium und sonstigen kleineren Dienstleistungsbetrieben und Läden. Gegenüber befindet sich das Bohuscenter, mit mehreren gastronomischen Einrichtungen, sowie einem Hotel. Dort ist auch die Postfiliale untergebracht.

Verfasser : Pierre Stallforth

Quellen- und Literaturverzeichnis:

  • Neue Augsburger Zeitung Nr.151 1.7.1941
  • Neue Augsburger Zeitung Nr.250 24.10.19.41
  • Schwäbische Landeszeitung Nr.165 19.10.1951
  • Schwäbische Landeszeitung Nr.218 22.9.1953
  • Süddeutsche Zeitung Nr.143 18.6.1955
  • Schwäbische Landeszeitung Nr.69 24.3.1959
  • Augsburger Allgemeine Nr.69 24.3.1982
  • Süddeutsche Zeitung Nr.72 27.3.1982
  • Information von Herrn Gernot Römer
  • Information von Herrn Franz Häußler
  • Festschrift "150 Jahre Eisenbahn München - Augsburg"
  • Bundesbahndirektion München, München 1990
  • Gunther Gottlieb, Geschichte der Stadt Augsburg, Stuttgart 1984